Photovoltaik-Lärmschutzwand hat sich bewährt

Photovoltaik-Lärmschutzwand hat sich bewährt

Photovoltaik als Schallschutz - KOHLHAUER VOLTA bewährt sich in Neuötting

KOHLHAUER® Lärmschutzwand VOLTA soll in ganz Bayern als Modell dienen

Mehrere Preise hat das Photovoltaik-Projekt an der Montessori-Schule in Neuötting bereits gewonnen. Nun kommt eine weitere Auszeichnung hinzu: Die Lärmschutzwand soll als Modell für weitere Projekte in Bayern dienen.

Dr. Martin Huber (CSU), Landtagsabgeordneter für den Landkreis Altötting, hat gestern verkündet, dass er sich verstärkt für ökologischen Lärmschutz mit integrierter Photovoltaikanlage einsetzen möchte. Dazu will er ein Sonderprogramm auflegen.

Dr. Hans Reichhart (CSU), den Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, hat er dafür um Unterstützung gebeten, heißt es in einer Pressemitteilung. Huber hatte bereits Ende des vergangenen Jahres das Thema Wasserstoffzüge mitinitiiert und dazu beigetragen, dass Südostbayern ab 2024 zur Modellregion für Züge mit Wasserstoffantrieb wird. Mit dem neusten Vorstoß will er einen Teil der für diese Antriebstechnik nötige Energie erzeugen. „Um wirklich grünen Wasserstoff zu erzeugen, wäre die Etablierung von ökologischen Lärmschutzalternativen ein guter Weg“, sagt er.
Ein weiter Vorteil sei, dass dadurch anders als bei großen Solarparks kaum Fläche verbraucht, Schall absorbiert und gleichzeitig Strom erzeugt wird. Vor allem im Verkehrssektor, insbesondere an Autobahnen, sieht Huber Anwendungsmöglichkeiten. Hier gebe es viele Bereiche, die bisher ungenutzt sind.

Als Modell für das Sonderprogramm könne die Lärmschutzwand in Neuötting dienen, die 2016 in Betrieb gegangen ist, informiert er weiter. Der Betreiber der Wände, die Energiegenossenschaft Inn- Salzach (EGIS), hatte sich ebenfalls überlegt, wie man die neu gebaute Montessori-Schule Photovoltaik als Schallschutz und das neue Baugebiet nebenan vor dem Lärm der alten B 12 schützen kann. Die EGIS kam auf Schallschutzwände mit Photovoltaik Modulen.

Nach einer langen Recherche stießen sie auf den Hersteller „R. KOHLHAUER GmbH“ aus Gaggenau bei Karlsruhe, der gerade solche Wände entwickelte, und gaben die Schallschutzwand in Auftrag. Sie ist 234 Meter lang und fünf Meter hoch. Die Kosten betrugen 75.000 Euro einen Wechselrichter inbegriffen, der den Strom zur Montessorischule transportiert. Der Rest wird ins Netz eingespeist. Pro Jahr erzeugt die Anlage durchschnittlich 51.500 Kilowattstunden ein Ergebnis, womit die Verantwortlichen zufrieden sind und mit dem die EGIS bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat.