Solare Energiegewinnung an Lärmschutzwänden
Eine neue Herausforderung stellt die Integration von Photovoltaik in bestehende oder geplante Lärmschutzwände dar. Sie
bieten den Doppelnutzen Schallschutz in Verbindung mit ökologisch
verträglicher Energiegewinnung. Um wirtschaftliche Lösungen
auf dem neuesten Stand der Technik zu erarbeiten, kooperiert
Kohlhauer hier eng mit erfahrenen Partnern aus Photovoltaik-Industrie
und -Wirtschaft. Gemeinsam wurden erfolgreiche Objekte u. a.
in Freising und Zürich realisiert.
Photovoltaik-Schallschutzwand
in Freising-Lerchenfeld
In Freising-Lerchenfeld am südlichen Ende des Gewerbegebietes
Clemenssänger entstand, mit einer Gesamtlänge von 1200
m und einer Spitzenleistung von 620 Kilowatt, die weltweit größte
kombinierte Photovoltaik-Schallschutzwand.
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Auf einem geschütteten Lärmschutzwall aus Erdmaterial
entlang der Autobahn, ist eine Lärmschutzwand und eine Ständerkonstruktion
für die rund 6000 Quadratmeter Solarmodule errichtet worden.
Die Module sind dabei mit ihrer aktiven Fläche so ausgerichtet,
dass die Sonneneinstrahlung zur Energieerzeugung optimal genutzt
werden kann und zugleich die Schallemissionen des Kraftfahrzeugverkehrs
für Lerchenfeld stark reduziert wurde.
Die weltweit erste Nord-Süd-Bifacial-Anlage in Zürich
Das schallreflektierende Konzept von ASE GmbH (Modulhersteller)
und Kohlhauer GmbH nutzt das Sonnenlicht beidseitig. Variable
Zellpackungsdichte erlaubt Teiltransparenz.
Dieser innovative, auf einem TNC-Patent beruhende Anlagentyp
ermöglicht durch Verwendung von Bifacial-Modulen die Anwendung
von Photovoltaik-Schallschutz auch bei Nord-Süd-Strecken.
Die beidseitig Lichtempfindlichen Solarzellen erzielen gemäß Simulation
und vorausgehenden Testmessungen übers Jahr gesehen einen
gleich hohen Energieertrag wie eine optimal nach Süden ausgerichtete
Anlage mit Standardmodulen.
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Die weltweit erste PV-Anlage mit Ost-West blickenden Bifacial-Modulen
wurde im Dezember 1997 in Aubrugg bei Zürich in Betrieb
genommen. Der Generator wurde als Ersatz einer bestehenden Wand
auf einer Brücke errichtet. Die aus 50 Prototyp-Modulen
und 10 Blindelementen bestehende PV-Lärmschutzwand ist semitransparent
und hat eine Gesamtlänge von 120 m. Sie ist schalldämmend
und reflektierend. Die Montagezeit betrug ca. drei Manntage.